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Postit auf der Suche nach der Welt

Es war einmal eine kleine Fee die hieß Postit.
Eigentlich hieß sie Paeonia Orchis Sagina Telekia Ismene Tamarix. Aber wer kann sich schon so komplizierte Namen merken. Und eigentlich waren das Namen von Blumen. Ihr war Postit viel lieber und ihren Freunden auch – was wahrscheinlich jedem einleuchtet.

Postit war eine ganz kleine, zierliche Elfe mit langen roten Haaren. Meistens hatte sie rote kurze Kleidchen an, rot! obwohl hellgelb ihre Lieblingsfarbe war.

Postit war sanft und wild, still und verrückt und sie träumte sehr sehr viel. Immer war sie auf der Suche nach Abenteuer und an jedem Tag wollte sie etwas Neues entdecken und jeder Tag sollte der tollste in ihrem Leben sein. Es gab ja sooo o o viel zu erleben und einiges davon möchte ich euch heute erzählen.

An einem schönen Morgen im Frühling, draußen erwachte gerade der Tag – saß Postit unter Ihrem Lieblingsbaum.
Das Moos unter ihr war noch ganz feucht von der Nacht und die aufgehende Sonne lies die Tautopfen funkeln und spiegeln. An manchen Stellen war noch ein leichter Nebel zu sehen und Postit überlegte was sie heute alles erleben wollte. Und weil ihr so viele Ideen einfielen und sie Angst hatte auch nur eine zu vergessen malte und schrieb sie alles sorgfältig auf und hängte die Zettel an die Äste des Baumes.

Das sah ziemlich schön aus und im leichten Wind wackelten und tanzten die Worte lustig hin und her. Auch hörte sich das Knistern der Papiere wie ein leises Flüstern an und bald konnte Postit von allen Seiten ihre Wünsche hören……………..
“fliege kleine Elfe fliege durch die Luft – flieg mit den Wolken auf und davon“……………..
“geh kleine Elfe geh, der Sonne entgegen und entdecke die Welt“
…. und so hüpfte der Rotschopf vom Baum weg und machte sich auf, das Abenteuer zu suchen.

Bald kam sie an eine große Wiese mit vielen bunten Blumen. Ach wie das schön duftet dachte sie und ihr wurde ganz warm ums Herz und weil ihr die Farben so gut gefielen und alles so schön roch musste sie jede Blüte beschnuppern. Ihr Näschen war bald gelb vom Blütenstaub und sie musste mehrmals kräftig nießen. „Hallo Postit“ wieherte es ganz in ihrer Nähe „ist aus dir eine Biene geworden?“ Das Elfchen drehte sich um und sah Okram. Orkam ist ein Pony und schon seit langem Postit´s Freund und da er oft ziemlich stur ist nannte sie ihn manchmal Eselchen – was Okram gar nicht gefiel.

Postit erzählte Okram von ihrem Wunsch hoch in die Luft zu fliegen.

 „Weißt du, ich möchte die Welt finden und da meine Flügel so schwach sind ist mir das nicht möglich,” flüsterte sie traurig.
 „Wir werden eine Lösung für dich finden“, sagte da Okram und „.steig auf kleines Fräulein jetzt machen wir uns gemeinsam auf die Suche.“

Lange mussten sie nicht laufen, da sahen sie auf einem Hügel einen kleinen Hasen. Er hatte ganz lange Ohren und ein lustiges Gesicht. „Hallo ihr Zwei, wohin des Weges?“ rief er und wackelte dabei ziemlich komisch mit seiner Nase und den langen Barthaaren – naja, vielleicht waren das auch Nasenhaare – aber so genau wusste das Postit nicht und zu fragen getraute sie sich nicht. „Hallo Meister Lampe“ trällerte die Elfe vom Rücken des Pferdes. „Sag mal, hast du vielleicht die Welt gesehen? Wir sind auf der Suche nach ihr.“ Der Hase schaute verdutzt und meinte: „um die Welt zu erblicken ist mein Hügel zu flach, wir müssen da etwas höheres finden und ich weiß auch schon wo. Kommt mit, ich zeig euch einen Berg mit rotem Kleid und weißen Tupfen“ sprach er und hüpfte davon. Und bald sahen sie es in der Ferne rot leuchten und ein rießengroßer Fliegenpilz schaute hoch aus dem Gras heraus. Postit kletterte an ihm hoch und blickte umher und suchte die Welt. Doch sie konnte sie nirgends sehen und war etwas traurig. Aber wahrscheinlich hatte Posit nur ziemlich Durst und Müde war sie eigentlich auch.

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So beschloss die kleine Elfe sich hinzulegen um etwas auszuruhen.
Sobald sie ihre Augen aber schloss träumte sie vom Fliegen und davon wie es ist, die Welt zu finden.
Im Traum hatte sie große starke Flügel wie ein Schmetterling und sie träumte auch von Ihren Freunden. Von Okram dem Pony, von Meister Lampe dem Hasen und auch von Charly dem kleinen Hund der in ihrer Nachbarschaft wohnt.
        Und natürlich träumte sie ganz intensiv von ihrer Freundin der kleinen Hexe Ewi. Ewi ist ganz anders als Postit. Sie ist noch kleiner und hat ein Bäuchlein und sie ist laut und sagt immer das was sie denkt. Ewi hat auch einen Kerl!

Ja, einen großen starken Kerl mit einem dicken Bauch und einem U-Mund. Er heißt Eric und er hat kaum noch Haare auf dem Kopf und ist der lustigste Wichtel im ganzen Wald. Na ja, das fanden aber nur Postit und Ewi.

Postit hat mit diesen Beiden schon ganz viele tolle Abenteuer erlebt.

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Einmal, im Winter bauten sie einen Schneemann, der so groß war, dass alle Tiere im Wald Angst vor ihm hatten und ihn Stockhanse nannten. Ein komischer Name, weil Stockhanse gar keinen Stock sondern ein große Feder in der Hand hatte.

Auch gingen sie in diesem Winter auf einem Teich Schlittschuh laufen.
Sie tanzten wie wild auf dem Eis und schon bald knisterte und krachte es in allen Ecken. Das fanden sie alle lustig, weil ein See doch gar keine Ecken hat.

Und weil es so laut krachte erschreckte sich Postit so sehr, dass sie aus ihrem wunderschönen Traum aufwachte und ganz furchtbare Sehnsucht nach den Beiden hatten.

Sie öffnete langsam ihre Augen und sah, dass um sie herum jetzt große Blumen blühten. Jede Blüte hatte die Form eines Wortes und als sie die Worte zu einem Satz verband lautete dieser: Du bist die Allertollste auf Erden. Da wurde es ihr ganz warm ums Herz, weil sie wusste dass ihre Freundin Ewi ihr die Blütenpracht gezaubert hatte. Schnell stand sie auf und lief zu Okram. “Hör zu  mein Eselchen, ohne Ewi und Eric können wir nicht auf die Suche nach der Welt gehen”.

So verabschiedeten sie sich schnell von Meister Lampe und machten sich auf den Weg.

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Auch die kleine Hexe hatte so große Sehnsucht nach Postit, dass es ihr ganz schwindelig wurde. Sie drehte sich wie wild im Kreis und immer wenn sie dies machte, konnte sie die Gedanken von Postit lesen. Und so wusste Ewi jetzt ganz genau dass ihre Freundin auf dem Weg zu ihr war. Sie wusste aber auch, dass der Weg ziemlich weit und für Okram zu beschwerlich war.
Auch hatte sie Angst, dass sie Ärger mit Hannah, der Hüterin der Tiere bekamen. Die passt nämlich auf alle Lebewesen ganz genau auf. Aber davon erzähl ich euch später noch mehr.

Also zauberte das Hexlein ihrer Freundin ein flottes Fahrei. Das hört sich lustig an und sah auch ganz schön lustig aus. Das Ei hatte zwei Räder, ein Lenkrad, eine Scheibe zum raus schauen und sogar einen winzigen Sitz. Da der Popo von Postit ziemlich flach ist, hatte dieser aber genügend Platz auf ihm.
Das Ei hatte sogar ein Licht. Das hat die Ewi extra hingezaubert, weil sie doch wusste, dass Postit sich gerne mal verfuhr – besonders wenn Sie wieder ins Träumen geriet.

Orkam der eher gemütlich war blieb auf der Lichtung zurück und wollte nach Pilze suchen.
“Die Welt suchen” - das fand er sowieso eine merkwürdige Idee. Hörte sich auch furchtbar anstrengend an und ein wenig ängstlich war Postit´s Eselchen ja auch.

So fuhr Postit also in ihrem Fahrei beschwingt durch die Gegend und erreichte ohne Unterbrechung Ewi´s Lieblings-Platz und was hörte sie da?
Soll ich es euch wirklich erzählen?

Sie hörte es plätschern.
Ihr müsst nämlich wissen dass die kleine Hexe leidenschaftlich gerne badet.

Als Postit die riesige Wanne sah machte sie halt und rief;“ Meine Freundin sitzt wohl wieder in der Badewanne und träumt von Schokolade?“

Die Freundinnen freuten sich so sehr sich zu sehen, dass ganz viele Herzen wie Seifenblasen zum Himmel aufstiegen und der ganze Wald nach Liebe duftete..

Schnell erzählte die Elfe ihrer Freundin von ihrem Vorhaben, und da die kleine Hexe eh nichts lieber tat als mit Postit die Zeit zu verbringen freute sie sich und sagte:
„wir brauchen einen Plan!“

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„Einen Plan“ murmelte sie nochmals.
„Einen Maßnahmenplan“? fragte Postit.
So ein komisches Wort konnte nur Postit benutzen. Vor ein paar Wochen besuchte sie nämlich einen Elfenkurs und dort hat sie ganz viele seltsame Wörter gelernt.
Ihr werdet bestimmt noch einige davon hören.

 „Yes“ sagte Ewi lächelnd, die von sich ja glaubte sehr sprachbegabt zu sein. So schrieben die Zwei all ihre Gedanken auf und zum Schluss war der Zettelberg höher als sie selbst und da Postit sehr poetisch war zitierte sie folgendes, wirres Zeug

Die Worte fliegen auf,
der Sinn hat keine Schwingen,
Worte ohne Sinn können nie
zum Himmel dringen. 

Da diese Worte für die kleine Hexe so so  langweilig waren und für sie eh keinen Sinn ergaben fiel sie um
und lag im Gras
und schlief ein.

Nach einer traumlosen Nachte krähte am nächsten Morgen laut und mit stolzer Brust der Hahn Stefan. Das machte der Vogel immer mit Absicht besonders laut und lang, da er ein sehr mitteilsamer Vogel war UND, weil er immer auf der Suche nach Aufmerksamkeit war.

Heute hatten die zwei Freundinnen jedoch keine Zeit für ihn, denn sie wollten endlich auf die Reise gehen.

So winkten sie ihm nur kurz zu und liefen sie schnell los. Bald kamen an einen lustigen Wald. Nicht dass ihr denkt die Bäume würden lachen.
NEIN, das können Bäume doch gar nicht, oder doch?
Na, diese auf jeden Fall nicht, aber sie waren trotzdem sehr sehr lustig.

Die Baumkronen waren nämlich aus Wolken und wenn man am Stamm schüttelte so rieselte warmes weiches Wasser herunter, perfekt für eine Morgendusche. Postit möchte jeden Morgen duschen und sie legt auch sehr viel Wert auf ihre Haare. Immer hübsch und adrett will sie sein und manchmal aß sie so viele Kirschen , dass ihr Kussmund sogar einen roten Abdruck hinterließ.
Und weil dem Elfchen das Duschen so gefiel, konnte sie einfach nicht aufhören. Sie duschte und duschte und so entstand bald ein großer See und sie mussten ihre Reise mit einem kleinen Boot fortsetzen.

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So schaukelte der Kahn im Wasser, das nach Rosenblüten duftete und nach einer Weile erreichten sie einen Felsen auf dem eine hübsche Meerjungfrau saß.
Ihre Hüften waren etwas breiter und statt Beine hatte sie eine lange Flosse die türkisfarben in der Sonne schillerte. Und weil die Nixe soo schön war, flatterten ganz viele Schmetterlinge in der Luft um sie herum.

Schon lange hatten die Freundinnen die Meerjungfrau nicht mehr getroffen und so freuten sich alle drei sehr über das unerwartete Wiedersehen. Sie plauderten eine Weile über dies und das, aber da die Nixe immer sehr beschäftigt war, sie musste nämlich all die Fische im Wasser bei Laune halten, hatte sie nur wenig Zeit und so fragte Postit schnell: „Yvo, du hast doch schon sooo viel gesehen. Kannst du uns denn sagen in welche Richtung wir müssen, um die Welt zu finden“?
Yvo überlegte kurz und sagte  lachend: „Ich denke ihr müsst in Richtung NOVOSIBIRSK!  Bei eurem Tempo wird das aber sehr sehr lange dauern.

„Was ist denn das schon wieder für ein komischer Name?“ rief die kleine Hexe.
„No vosi bir sk“: murmelte sie. „Yvo, kannst du mir sagen wie man sk ausspricht? Ich habe Angst, dass ich davon einen Knoten in meine Zunge bekomme und dann nichts mehr essen kann.“Die Nixe lächelte geheimnisvoll und zeigte mit ihrer Flosse auf ein Schild.

Es war eine Holzlatte mit einem Pfeil am Ende und darauf stand dieser unaussprechliche Name mit sk am Schluss. Also wenn es sogar einen Wegweiser mit diesem Namen gab, so konnte der Rat der Wasserbraut nicht so falsch sein.
Sie bedankten sich und weiter ging die Fahrt – nun in Richtung Novosibir. Das clevere Hexchen lies bei Wörtern die sie nicht aussprechen konnte, gerne mal ein paar Buchstaben weg.

„Ein Wohnmobil wäre jetzt bestimmt bequemer als unser Boot“, sagte da Posit, der es von der Schaukelei schon etwas übel war.
„Ein Wohnmobil kann nicht auf dem Wasser schwimmen“ meinte darauf Ewi „und für so etwas kenn ich keinen Zauberspruch.“

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Wolkenloser, blauer Himmel . Die Sonne schien warm und das Wasser glänzte wie ein Spiegel.Als die kleine Elfe ihr Gesicht im Wasser sah, prüfte sie sofort ob ihre Frisur noch in Ordnung war. Postit ist nämlich ein wenig eitel. Wisst ihr denn was eitel bedeutet?

Also eitel ist jemand, der immer ordentlich und hübsch aussehen mag. Das ist ja nichts schlechtes, doch wenn man das übertreibt, dann nervt es manchmal. Da das Hexlein aber Postit gerne ärgerte machte sie mit ihrer Hand kleine Wellen im Wasser und so wackelte das Spiegelbild der Elfe ganz arg und sah ziemlich lustig aus.

Bald machten die Zwei lustige Grimassen und mussten so lachen, dass das Boot ordentlich ins Wackeln kam.Es gab aber überhaupt keinen Wind mehr und ihre Bootsfahrt wurde wirklich sehr langsam. Von der Hitze haben beide auch ganz viel Durst bekommen.

Auch wurden sie mit der Zeit ziemlich ungeduldig, denn sie wollten doch die Welt finden und auf dem Wasser war sie anscheinend nicht.

Wie immer hatten sie Glück, denn bald begegneten sie einem  riesengroßen, weißen Schwan. Er stand im Wasser und flatterte wie verrückt mit seinen Flügeln.
„Hallo lieber Schwan“ riefen sie. „Kannst du uns helfen und ein wenig Wind machen? Unsere Fahrt ist so langsam.“
Der Vogel freute sich über diese Bitte, denn nun machte das Flügelschlagen ja einen Sinn. Und so flatterte er noch wilder und immer schneller und verlor beinahe das Gleichgewicht.

Ewi war begeistert, dennoch war ihr der Wind immer noch zu wenig. Sie liebte es stürmisch und schnell. Und weil die kleine Hexe so ungeduldig war, streute sie heimlich etwas von ihrem magischen Pulver in die Luft. Da wurde der Wind so stark, dass er das ganze Wasser fort trieb und das Boot auf Grund lag.
Ihr hättet die Blicke von dem Schwan sehen sollen, denn auch er saß auf einmal im Trockenen und das erschreckte ihn mächtig. Er dachte ja, dass sein Flügelschlag den Sturm  gemacht hat.
 
Besser wir lassen ihn in diesem Glauben.

 

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Da es nun ja kein Wasser mehr für die Bootsfahrt gab, mussten die zwei Winzlinge ihre Reise wieder zu Fuß fortsetzen.
Und so liefen Sie singend und lachend durch die Wälder, tanzten auf Blüten und freuten sich über diesen schönen Tag.

Sie waren schon ziemlich lange unterwegs und ihre kleinen Füße taten Ihnen weh, als sie an ein wunderschönes Schloss kamen. Es hatte die Form einer Krone und war ganz aus Gold. An jeder Spitze funkelte ein Stein, der aussah wie ein geschliffener Diamant.
Ganz vorsichtig klopfte Postit an die Tür und bald darauf kam ein kleiner Mann mit Krone heraus. Er hatte ein freundliches Gesicht und sagte: „Hallo Mädels, schön das ihr mich besucht, wie kann ich euch denn helfen?“
Die vorlaute Hexe Ewi klagte frech: „ uns schmerzen die Haxen und wir haben noch so einen weiten Weg vor uns. Du als König musst doch wissen wie man bequem zur Welt reisen kann.“

Da schmunzelte der König, der übrigens Michael hieß und meinte: „Ihr habt Glück, dass ihr bei mir gelandet seid, ich besitze nämlich das bequemste Reisegefährt überhaupt.“
Kaum gesagt, drehte sich der König Michael um und hüpfte davon. Beinahe wäre er gestolpert und fast wäre ihm dabei die Krone vom Kopf gefallen.

Lange mussten die Freundinnen nicht lange warten, denn schon bald sahen sie den König wieder auf sie zu kommen. Nun ja, eigentlich bemerkten sie als aller erstes ein riesengroßes Schaf. Den kleinen König, der es an einem Seil führte, sahen sie erst danach.

Stolz stellte Michael Ihnen sein Schaf Peter vor und weil das Schaf so so schnell Laufen konnte hatte es den Spitznamen Renni. Es war ein sehr hübsches Tier mit einem freundlichen Gesicht. Das Fell war ganz weich und kuschelig und duftete etwas nach Heu. Peter hatte sogar eine Glocke um den Hals, die bei jedem Schritt einen lustigen Ton von sich gab.

Postit und Ewi waren ganz gerührt und glücklich und versprachen dem König ganz gut auf Renni aufzupassen. Sie bedankten sich artig bei König Michael, setzten sich in das duftende Fell und ritten winkend weiter in Richtung Welt.

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Sie waren noch nicht lange unterwegs da kamen sie an ein Schild auf dem B10 stand.
Renni das Schaf stoppte und alle drei schauten ratlos auf die Tafel.
 „Was kann das nur bedeuten?“ flüsterte Posit, die immer ganz aufgeregt wurde, wenn sie etwas nicht verstand.
„Lass mich überlegen,“ murmelte Ewi. „Es könnte heißen: Blöder-Weg oder Blemm-Blemm-Straße oder Bloß-hier-nicht-entlang-Richtung. ICH möchte auf jeden Fall nicht in diese Richtung reisen. Peter mähte laut. Posit die ganz große Augen bekam als sie diese Erklärung hörte, schüttelte den Kopf und sagte: „So ein Unsinn! Was du dir da wieder ausgedacht hast. So etwas heißt das bestimmt nicht!

„Hat das Schaf gemäht? Hat es gemäht? Oder hat es nicht gemäht? Es hat gemäht!!!“ betonte die kleine Hexe energisch und kraulte dabei liebevoll Renni´s Kopf „und da Renni das tollste Reiseschaf ist und bestimmt schon oft mit König Michael unterwegs war, weiß es auch genau wo entlang wir müssen.“

Genau in diesem Moment schaute Peter das Schaf auf, klimperte mit den Augen und mähte wieder. Da hättet ihr die Ewi sehen sollen. Stolz reckte sie das Kinn empor und sah Postit herausfordernd an.

„Ok“ gab die Freundin freundlich nach „dann schlagen wir eben eine andere Richtung ein“. Eigentlich wollte sie ja noch eine Erklärung zu der 10 auf dem Schild haben, doch sie entschied dass sie diesem Geheimnis auch ein anderes Mal auf die Spur gehen konnten.
Und so trottete Peter mit den Mädchen auf seinem Rücken gemütlich weiter.

Bald war es Nachmittag und sie bekamen alle mächtig Hunger. Sie träumten von Kuchen und Eiscreme und ihnen wurde  ganz schwindel dabei.
Der kleinen Postit sausten bei den Gedanken sogar die Ohren und es fühlte sich an als wenn ihr die Spucke aus dem Ohr tropfen würde, so sehr hatte sie Appetit auf diese Leckereien.

Welch ein Glück dass das Hexchen zaubern konnte. Zaubersprüche mit Essen war nämlich  Ewi´s Leidenschaft und daher hatte sie, wie schon erwähnt, auch ein kleines Bäuchlein. So zauberte sie geschickt für alle Drei etwas zum Essen und ein Eis bekam danach auch jeder.
Nach der Mahlzeit waren die Zwei aber so schwer, dass das Schaf immer langsamer wurde und bald wurden sie sogar von einer flotten Schnecke
überholt.

 

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